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Information

Dauer
110 Minuten
Autor*in
Ödön von Horváth  
Musik
Tom Wörndl  
Bühne
Münchner Volkstheater  

Beschreibung

Mitten in der Weltwirtschaftskrise und Massenarbeitslosigkeit der 30er Jahre kämpft die junge Elisabeth um ihre Existenz. Als Vertreterin für feine Damenwäsche versucht sie sich durchzuschlagen, benötigt dafür jedoch einen Wandergewerbeschein für 150 Mark. Entschlossen, sich nicht unterkriegen zu lassen, bietet sie dem Anatomischen Institut ihre Leiche zum Verkauf an. Erfolglos, denn Leichen gibt es zu Hauf in diesen schwierigen Zeiten. Der Präparator des Instituts leiht ihr schließlich die 150 Mark, nicht wissend, dass Elisabeth damit ein Bußgeld begleichen muss, weil sie in der Vergangenheit ihr Gewerbe ohne Lizenz ausgeübt hat. Als die Wahrheit ans Licht kommt, wird Elisabeth zu einer Haftstrafe verurteilt. Arbeitslos und vorbestraft landet Elisabeth in einem Teufelskreis: ohne Arbeitserlaubnis keine Arbeit, ohne Arbeit kein eigenes Einkommen, ohne eigenes Einkommen keine Chance auf ein rechtschaffenes Leben. Selbst die Liebe zu dem Polizisten Alfons scheitert an Elisabeths Vergangenheit, die sie bei jedem ihrer Schritte verfolgt, wie ein Schatten. Am Ende verliert Elisabeth ihren Glauben, ihre Liebe und die Hoffnung in einer Gesellschaft, die den Einzelnen lieber zugrunde gehen sieht, als ihre Vorstellung von Recht und Gerechtigkeit in Frage zu stellen.

Aufführung auf der Großen Bühne.
Keine Pause.

Kritiken

''Christian Stückl erzählt das in einer hoch grotesken Bildersprache, die Horroreffekte mit Monty-Python-Humor mischt. Er schickt Elisabeth durch eine Geisterbahn des Patriarchats und des gesellschaftlichen Grauens.''

   // Süddeutsche Zeitung

''Vor allem jedoch brilliert die von Christian Stückl in der Salzburger Mozarteum-Schauspielschule entdeckte Nina Steils als das hier gar nicht so arme Hascherl Elisabeth. Zerrissen zwischen wirtschaftlicher Not und eine von den Männern seelisch und finanziell Ausgebeutete kämpft sie mit Courage gegen all die Erniedrigungen und die ihr von einer rigiden Machogesellschaft zugefügten physischen und psychischen Verletzungen. Eine schauspielerische Glanzleistung.''

   // Donaukurier

''Stückl hat gewonnen: Sein „kleiner Totentanz“ [...] ist eine Groteske der starken Tableaus, an deren alptraumhafter Wirkung Stefan Hageneier wesentlichen Anteil hat.''

   // AZ

Bewertungen

Bisher keine Bewertungen

Mitwirkende

Besetzung  

Darsteller*in
Oleg Tikhomirov  
Darsteller*in
Jakob Geßner  
Darsteller*in
Carolin Hartmann  
Darsteller*in
Luise Deborah Daberkow  
Darsteller*in
Mauricio Hölzemann  
Darsteller*in
Nina Steils  
Darsteller*in
Pascal Fligg  
Darsteller*in
Timocin Ziegler